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FDP-Landeschef Michael Theurer besucht Firma Hodapp

Mittelstand im ländlichen Raum stärken

Am vergangenen Dienstag hat auf Einladung der FDP-Landtagskandidaten Yannick Kalupke und Benedikt Eisele, sowie Bundestagskandidat Martin Gassner-Herz der baden-württembergische FDP-Landeschef und Bundestagsfraktionsvize Michael Theurer die Ortenau und Achern besucht. Zusammen mit dem FDP Stadtrat Andreas Zimbrich war die FDP-Delegation zu Gast bei der Firma Hodapp in Großweier. Das von Peter Hodapp geführte Familienunternehmen wurde im Jahr 1946 gegründet und beschäftigt über 250 Mitarbeiter. Das Unternehmen hat sich auf die Fertigung von Türen und Toren, beispielsweise für Kraftwerke, Tunnel oder Hallentore spezialisiert. Hodapp bietet hier kundenspezifische Lösungen mit einer hohen Qualität an, weswegen mehrere DAX-Konzerne zum Kundenstamm gehören. Sehr stolz ist Firmenchef Peter Hodapp hierbei darauf, dass sein Unternehmen seit 2019 komplett klimaneutral ist und auch die nächste Generation das Familienunternehmen weiterführen wird. Bei dem anschließenden Rundgang durch die Firma zeigte sich Michael Theurer sehr beeindruckt von der hohen Innovationskraft und Bandbreite der Fertigungen, sowie die hohe Qualifikationen der Mitarbeiter. Michael Theuer und Peter Hodapp waren sich einig, dass die deutsche Ingenieurskunst wieder eine höhere gesellschaftliche Anerkennung brauche. Großprojekte wie der Berliner Flughafen würden besser umgesetzt werden, wenn mehr technischer- und unternehmerischer Sachverstand beim Staat berücksichtigt werden würde. Theurer erläuterte weiter, dass man Großprojekte vor der Umsetzung erstmal konkret fertig planen sollte und auch bei der Kostenschätzung realistische Maßstäbe ansetzen sollte.

v.l.n.r. Martin Gassner-Herz, Benedikt Eisele, Peter Hodapp, Yannick Kalupke, Michael Theurer, Sascha Frommann, Andreas Zimbrich

Weiteres Gesprächsthema waren die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie, sowie die Zukunft des deutschen Mittelstandes und der Automobil- und Zulieferindustrie. Hierbei erläuterte Michael Theurer, der in der FDP-Bundestagsfraktion für die Themen Wirtschaft und Arbeit zuständig ist, dass ca. 500.000 Arbeitsplätze in der Automobil- und Zulieferindustrie in Deutschland gefährdet sein könnten. Die Große Koalition in Berlin und die grün-schwarze Landesregierung sägten am eigenen Ast und gefährden den Wohlstand des Landes, wenn beispielsweise einseitig auf die E-Mobilität gesetzt wird. Bezüglich der wirtschaftlichen Herausforderung durch die Corona-Pandemie sieht eine Konzeption der FDP beispielsweise vor, dass die Unternehmen über den sogenannten Verlustrücktrag ihre Liquidität steigern können. Michael Theurer sieht eine dauerhafte staatliche Corona Finanzierung kritisch. So bekomme die Lufthansa 9 Milliarden Euro staatlichen Zuschuss während der Mittelständler, Handwerker oder Landwirt leer ausgeht. Dies ist nicht fair und auf Dauer auch nicht vermittelbar. Weiter sprach sich Michael Theurer für eine Digitalisierung des Gesundheitswesens aus, damit die Gesundheitsämter die Corona Kontaktnachverfolgung bewältigen können. Auch fordere er schon seit Mai eine andere Teststrategie beispielsweise mit den Schnelltests, die es dringend brauche. Firmenchef Peter Hodapp berichtete von Schwierigkeiten von Mitarbeitern, die für Montagen ins europäische Ausland müssen und dann bei der Rückkehr erstmal aufgrund der Quarantäne ausfallen.

Der FDP-Landtagskandidat und Speditionskaufmann Yannick Kalupke erläuterte, dass man mehr junge Menschen dazu motivieren müsse eine Ausbildung zu machen, um den Fachkräftemangel zu beheben. Eine Ausbildung brauche wieder eine höhere gesellschaftliche Anerkennung. Kalupke der in Rheinau Jugend- und Gemeinderat ist, berichtete Michael Theurer, dass der Jugendgemeinderat in Achern aufgrund mangelnden Interesses aufgelöst wurde. Dies bedauere er sehr und er wolle als jüngster Landtagskandidat die jüngere Generation mehr für die Politik begeistern. FDP-Stadtrat Andreas Zimbrich erläuterte Michael Theurer den Sachstand zum Feuerwehreinsatz von 2014, wo der Stadt Achern Kosten in Höhe von 700.000 € in Rechnung gestellt wurden. Theurer, der selbst bis 2009 Oberbürgermeister in Horb am Neckar gewesen ist, berichtete von ähnlichen Erfahrungen in seiner Amtszeit. Bundestagskandidat Martin-Gassner Herz machte sich noch für einen effektiven Bürokratieabbau und eine Digitalisierung der Verwaltung stark.

FDP-Direktkandidat Landtagswahl
Yannick Kalupke (21):

Nach Fachabitur und Ausbildung als Speditionskaufmann, jetzt als Disponent bei der Firma Bürck & Habich Logistik tätig. Seit 2017 Mitglied der FDP und Beisitzer im Kreisvorstand sowie stellv. Vorsitzender der Jungen Liberalen Ortenau und aktuell Jugend-, Bezirks- und Gemeinderat in Rheinau. Ebenso Mitglied der Europa- Union. Abseits der Politik ist er Sportler im Bereich JuJutsu und wohnt in Rheinau.

FDP-Ersatzkandidat Landtagswahl
Benedikt Eisele (29):

Nach Abitur und Bundeswehr folgte ein Studium des öffentlichen Rechts an der Universität Greifswald. Im Anschluss arbeitete er für das Regierungspräsidium Tübingen. Anschließend absolvierte er ein Vertiefungsstudium an der Hochschule für öffentliche Verwaltung Kehl. Aktuell arbeitet er im Bauamt der Stadt Oberkirch im Bereich Vergaberecht. Seit 2015 in der FDP ist er jeweils stellv. Vorsitzender des Ortsverbandes Kehl-Hanauerland und des Kreisverbandes Ortenau und wohnt in Kehl.